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Zukunft „Westbalkanregelung“

Architekt und Polier mit Plan auf der Baustelle

Arbeiten in Deutschland, © colourbox.de

08.12.2020 - Artikel

Am 1. Januar 2021 tritt in Deutschland eine Nachfolgeregelung zu der aktuell geltenden sogenannten „Westbalkanregelung“ in Kraft. Damit hat die Bundesregierung auch über das Jahr 2020 hinaus für Staatsangehörige von Albanien, Bosnien & Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien einen privilegierten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt geschaffen. Dies gilt weiterhin für jede Art von Beschäftigung - unabhängig von einer anerkannten Qualifikation.

Voraussetzung für die Visumerteilung bleibt eine Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit. Gesetzlich sind bis zu 25.000 Zustimmungen pro Kalenderjahr möglich. Das entspricht in etwa der Zahl der im Jahr 2019 erteilten Visa in dieser Kategorie.

Die Nachfolgeregelung gilt bis einschließlich 2023. Erstanträge können nur an einer zuständigen deutschen Auslandsvertretung in einem der genannten sechs Staaten gestellt werden. Dies bedeutet, dass nur Antragsteller mit gewöhnlichem Aufenthalt in einem dieser Staaten antragsberechtigt sind. Die Bundesagentur für Arbeit darf wie bisher nur zustimmen, wenn in den 24 Monaten vor Antragstellung keine Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bezogen wurden.

Antragstermine für Visa werden für jeden Monat gesondert vergeben. Die früher oft längeren Wartezeiten entfallen daher. Wenn Sie ein Visum beantragen möchten, müssen Sie Ihren Terminwunsch auf der Liste auf der Webseite der Botschaft eintragen, die jeden Monat neu aufgelegt wird. Bestehende Registrierungen auf der bisherigen Terminwarteliste werden nicht berücksichtigt. Eine Liste der vorzulegenden Antragsunterlagen finden Sie hier. Mit unvollständigen Unterlagen ist eine Antragstellung nicht möglich. Bitte registrieren Sie sich daher nur für einen Termin, wenn Sie bereits über die genannten Unterlagen verfügen!

Wichtiges zur COVID-Situation: Die COVID-Pandemie wirkt sich auch auf die Umsetzung der Neuregelung aus. Eine Einreise zur Beschäftigung nach § 26 Absatz 2 der Beschäftigungsverordnung wird aufgrund der pandemiebedingten EU-weiten Einreisebeschränkungen erst nach deren Aufhebung möglich sein. Auch entsprechende Visa werden erst dann erteilt werden können. Deshalb wird ein Eintrag auf der Terminwarteliste auch erst nach Wegfall der Einreisebeschränkungen möglich sein. Sobald eine Einreise wieder möglich ist, werden wir Sie an dieser Stelle darüber informieren.

Wenn Sie über eine qualifizierte berufliche oder akademische Ausbildung verfügen, können Sie deren Anerkennung in Deutschland beantragen. Für anerkannte Fachkräfte wurden die Einreisebeschränkungen aufgehoben. Darüber hinaus bestehen in diesen Fällen kaum Wartezeiten. Nutzen Sie diesen Weg, wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen!

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