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Deutschland und Montenegro: Bilaterale Beziehungen

10.02.2020 - Artikel

Die Unterstützung für den politischen und wirtschaftlichen Reformkurs im Rahmen der EU- Beitrittsverhandlungen ist der zentrale Anknüpfungspunkt der bilateralen Beziehungen.

Mehrere von Deutschland unterstützte Projekte leisten einen Beitrag bei der Umsetzung der Reformbemühungen demokratischer Kräfte und die Stärkung der administrativen Strukturen, insbesondere bei der Justiz- und Verwaltungsreform, Förderung der Zivilgesellschaft sowie der Rolle der Medien. Diesen Themen kommt auch im weiteren EU-Beitrittsprozess übergeordnete Bedeutung zu.

Mit Montenegro wurde eine gute und erfolgreiche entwicklungspolitische Zusammenarbeit etabliert, an der Deutschland als größter bilateraler Geber mitwirkte. Schwerpunktbereiche der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit, größtenteils über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) geförderte Projekte:

  • Förderung der öffentlichen Infrastruktur insbesondere im Energiesektor und bei der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung
  • Tourismusentwicklung und Umwelt
  • Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen

Mit dem Beginn der EU-Beitrittsverhandlungen fiel Montenegro aus dem Kreis der Empfänger bilateraler entwicklungspolitischer Zusammenarbeit heraus, bestehende Projekte werden jedoch zu Ende geführt. Die EU unterstützt Montenegros EU-Integration unter anderem durch das Instrument für Heranführungshilfe (IPA). Für die Jahre 2007-2013 standen Mittel in Höhe von 235,7 Millionen Euro zur Verfügung. In der laufenden Finanzierungsperiode 2014–2020 sind Mittel von über 270 Millionen Euro für Montenegro vorgesehen (plus weitere 8 Millionen Euro Fortschritts-Bonus).

Mit der Germanistik-Abteilung der Universität in Nikšić besteht schon seit 2007 eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem DAAD). Eine DAAD-Lektorin ist dort aktiv. Deutsche Stipendien- und Austauschprogramme finden reges Interesse.

Das Goethe-Institut betreut Montenegro von Belgrad aus im Kultur- und Sprachbereich. Ein Sprachlernzentrum befindet sich im Aufbau und hat im Herbst 2019 den Betrieb aufgenommen.

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