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Konferenz zu Jugend und Migration im Westbalkan

29.10.2020 - Artikel

Bundesaußenminister Maas hat am 28. Oktober in Berlin die Konferenz zum Thema „Jugend, Migration und demografische Herausforderungen in den Westbalkanstaaten“ eröffnet. An der Konferenz haben auch die Außenminister von Montenegro, Nordmazedonien, Albanien, Kosovo, sowie der stellvertretende Außenminister von Bosnien und Herzegowina und der

EU-Erweiterungskommissar teilgenommen.

Minister Maas hat darauf hingewiesen, dass Migration zu Europa gehört, die kontinuierliche Abwanderung der besten Köpfe in den Staaten des Westbalkan aber auch Probleme verursacht. Eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zufolge erwägen  71 Prozent der jungen Menschen im Westbalkan, ins Ausland zu gehen. Die Befragten führen neben wirtschaftlichen Ursachen auch Defizite in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales, auf den Mangel an leistungsorientierten Einstellungsverfahren und auf Korruption hin. Der deutsche Außenminister hat drei Dinge vorgeschlagen, um diesem Trend gemeinsam zu begegnen und den jungen Menschen eine Zukunftsperspektive in Ihrer Heimat zu bieten: Erstens durch wirtschaftlichen Wandel attraktive Beschäftigungsperspektiven zu schaffen und zweitens eine zukunftsgerichtete Politik zu betreiben, die Konflikte der Vergangenheit zu begraben. Drittens hat Minister Maas das gemeinsame strategische Interesse, der EU beizutreten betont. Die Staaten des westlichen Balkan gehören zu Europa und in die EU, die jungen Menschen im Westbalkan sehen dort ihre Zukunft.

Der deutsche Außenminister hat darauf hingewiesen, das zur Erreichung dieser Ziele Reformen unabdingbar sind, das Zurückdrängen von Bürokratie und Korruption, die Stärkung von Institutionen und Rechtsstaat und Konzentration auf gute Regierungsführung.

Denn darauf werden europäische Unternehmen achten, die durch die Herausforderungen der Corona-Pandemie zunehmend planen, Ihre Produktion in geographisch näher gelegene Länder (wie den Westbalkan) zu verlagern.

Er hat betont, dass in Ländern, die der EU beitreten wollen, kein Platz ist für nationalistische Hetze, die Leugnung von oder Glorifizierung von Kriegsverbrechen, vielmehr konstruktive Zusammenarbeit zur Beilegung von Konflikten gefragt ist.

Bundesminister Maas hat die Länder des westlichen Balkans der Unterstützung auf diesem nicht immer einfachen Weg in die EU und bei den dafür notwendigen Reformen versichert.

Montenegros Außenminister Dr. Srđan Darmanović betonte, die Jugendmobilität solle durch die Anerkennung akademischer und professioneller Qualifikationen erleichtert werden.

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