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Fotoausstellung „Helga Paris“

Winsstraße mit Taube (Berlin, 1974-1982)

Winsstraße mit Taube (Berlin, 1974-1982), © Helga Paris

Artikel

Am 27.05.2019 wurde im Zentrum der Zeitgenössischen Kunst die Fotoausstellung Helga Paris eröffnet. Die Ausstellung „Helga Paris. Fotografie“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Heritage House,  Belgrad und dem Goethe-Institut Serbien als eine Wanderausstellung des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) realisiert.

Die Ausstellung kann bis zum 27. Juni im Schloss Petrovic in Podgorica besichtigt werden.

Der Eintritt ist frei.

Das Werk von Helga Paris (*1938) nimmt in der deutschen Fotografie eine herausragende Rolle ein. Ihre subtilen Innenansichten des Alltags im sozialistischen Deutschland und in den Staaten Osteuropas machen die Fotografin zu einer Chronistin der Zeit.

Helga Paris interessierte sich für ganz banale Momente der Existenz: Haltungen, Blicke, Gesten, Bewegungen und Räume, die von den Umständen, den Geschichten und Erfahrungen der Menschen berichten sowie für Menschen aus einfachen Verhältnissen: rebellierende Jugendliche, Kneipengäste, Mitarbeiter der Müllabfuhr. Mit viel Gespür nähert sie sich den Persönlichkeiten, gibt ihnen Raum sich zu entfalten und schafft so Bilder von überragender Authentizität. Besonders spannend sind neben ihren Bildern aus Ostberlin auch Porträts von einer Reise nach Transsilvanien, die sie Anfang der 1980er Jahre machte.

Helga Paris wurde 1938 in Gollnow, Pommern geboren und zählt zu prominentesten Fotografinnen Deutschlands. Sie studierte in Ostberlin Modegestaltung, bevor sie 1964 begann sich autodidaktisch mit dem Medium Fotografie auseinanderzusetzen. Als freischaffende Fotografin widmete sie sich sehr unterschiedlichen Themen, fand aber eine besondere Leidenschaft für schwarzweiß-Porträts. Seit 1996 ist sie Mitglied der Berliner Akademie der Künste.

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